{"id":54929156,"date":"2011-05-30T09:50:00","date_gmt":"2011-05-30T09:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kauda.posterous.com\/der-weg-der-seele-zu-sich-selbst"},"modified":"2013-05-14T17:33:25","modified_gmt":"2013-05-14T15:33:25","slug":"der-weg-der-seele-zu-sich-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/?p=54929156","title":{"rendered":"Der Weg der Seele zu sich selbst"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Der Geist erzeugt unz\u00e4hlige Gebilde, die in einer eigent\u00fcmlichen Selbst\u00e4ndigkeit fortexistieren, unabh\u00e4ngig von der Seele, die sie geschaffen hat, wie von jeder anderen, die sie aufnimmt oder ablehnt.<\/p>\n<p>So sieht sich das Subjekt der Kunst wie dem Recht gegen\u00fcber, der Religion wie der Technik, der Wissenschaft wie der Sitte &#8211; nicht nur von ihrem Inhalt bald angezogen, bald abgesto\u00dfen, jetzt mit ihnen verschmolzen wie mit einem St\u00fcck &#8211; des Ich, bald in Fremdheit und Unber\u00fchrbarkeit gegen sie; sondern es ist die Form der Festigkeit, des Geronnenseins, der beharrenden Existenz, mit der der Geist, so zum Objekt geworden, sich der str\u00f6menden Lebendigkeit, der inneren Selbstverantwortung, den wechselnden Spannungen der subjektiven Seele entgegenstellt; als Geist dem Geiste innerlichst verbunden, aber eben darum unz\u00e4hlige Trag\u00f6dien an diesem tiefen Formgegensatz erlebend: zwischen dem subjektiven Leben, das rastlos, aber zeitlich endlich ist, und seinen Inhalten, die, einmal geschaffen, unbeweglich, aber zeitlos g\u00fcltig sind.<\/p>\n<p>Mitten in diesem Dualismus wohnt die Idee der Kultur.&#8220;<\/p>\n<p>[Georg Simmel in &#8222;Der Begriff und die Trag\u00f6die der Kultur&#8220; in &#8222;Philosophische Kultur&#8220;, 1911]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Geist erzeugt unz\u00e4hlige Gebilde, die in einer eigent\u00fcmlichen Selbst\u00e4ndigkeit fortexistieren, unabh\u00e4ngig von der Seele, die sie geschaffen hat, wie von jeder anderen, die sie aufnimmt oder ablehnt. So sieht sich das Subjekt der Kunst wie dem R&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25,1],"tags":[72,76,51],"class_list":["post-54929156","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-20-jahrhundert","category-zitate","tag-kunst","tag-simmel","tag-subjektobjekt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54929156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=54929156"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54929156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":175518643,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/54929156\/revisions\/175518643"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=54929156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=54929156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=54929156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}