{"id":78333996,"date":"2011-11-02T16:47:00","date_gmt":"2011-11-02T16:47:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kauda.posterous.com\/cogito-ergo-sum"},"modified":"2013-05-14T12:52:51","modified_gmt":"2013-05-14T10:52:51","slug":"cogito-ergo-sum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/?p=78333996","title":{"rendered":"cogito ergo sum"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Ich setze also voraus, da\u00df alles, was ich sehe, falsch ist, ich glaube, da\u00df nichts jemals existiert hat, was das tr\u00fcgerische Ged\u00e4chtnis mir darstellt: ich habe \u00fcberhaupt keine Sinne; K\u00f6rper, Gestalt, Ausdehnung, Bewegung und Ort sind nichts als Chim\u00e4ren. Was also bleibt Wahres \u00fcbrig? Vielleicht nur dies eine, da\u00df nichts gewi\u00df ist.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Indessen, ich habe mir eingeredet, da\u00df es schlechterdings nichts in der Welt gibt: keinen Himmel, keine Erde, keine denkenden Wesen, keine K\u00f6rper, also doch auch wohl mich selbst nicht? Keineswegs; sicherlich war ich, wenn ich mir etwas eingeredet habe.- Aber es gibt einen, ich wei\u00df nicht welchen, allm\u00e4chtigen und h\u00f6chst verschlagenen Betr\u00fcger, der mich geflissentlich stets t\u00e4uscht. &#8211; Nun, wenn er mich t\u00e4uscht, so ist es also unzweifelhaft, da\u00df ich bin. Er t\u00e4usche mich, soviel er kann, niemals wird er doch fertigbringen, da\u00df ich nichts bin, solange ich denke, da\u00df ich etwas sei.&#8220;<\/p>\n<p>[Ren\u00e9 Descartes in &#8222;Meditationen \u00fcber die Grundlagen der Philosophie&#8220;, 1642 ver\u00f6ffentlicht in &#8222;Meditationes de prima Philosophia&#8220;, hrsg. von L\u00fcder G\u00e4be, Hamburg, 1959, S. 43]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Ich setze also voraus, da\u00df alles, was ich sehe, falsch ist, ich glaube, da\u00df nichts jemals existiert hat, was das tr\u00fcgerische Ged\u00e4chtnis mir darstellt: ich habe \u00fcberhaupt keine Sinne; K\u00f6rper, Gestalt, Ausdehnung, Bewegung und Ort sind nichts als C&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[92,1],"tags":[93,33],"class_list":["post-78333996","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-17-jahrhundert","category-zitate","tag-descartes","tag-identitat"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78333996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78333996"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78333996\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":175518589,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78333996\/revisions\/175518589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78333996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78333996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/posterous.quaerito.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78333996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}